Lauschgift – Die Lesebühne im Kurt-Lade-Klub

Klo-Geschichten II

Die zweite Lesung des Jahres beschäftigte sich mit dem Thema “Handzahm”. Unterstütz wurden wir dabei von Samuel Thoma und euch!

Mädchen:

Frau Zahm war verblüfft – schon wieder hatte sie im Supermarkt Schokolade geklaut, ohne erwischt zu werden. Mmh, Rittersport Olympia war ihre Lieblingssorte… Eigentlich hatte sie sich ja so ungeschickt angestellt, war sie doch heimlich in den Kaufhausdetektiv verliebt…
Als sie herauskam, trat sie auf so eine Trethupe von Hund, kaum größer als ihre Handtasche, der dennoch Haufen in die Straße legte, weitaus größer als…

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“Wie der Herr belieben!”
“Wer ist denn der Herr Belieben?”
Paul ist süß. Paul und Lennard sind der Herr Belieben! Und sie sind sehr “coole” Tauchlehrer…
Wie könnnen denn zwei Personen Herr Belieben heißen? Die sind wohl ‘ne Band! Oder ein DJ-Team?
Paul wurde zwölf und ist danach nur noch gewachsen. Und eine Band, die Herr Belieben heißt? Ich weiß nicht. Kurt Lade ist der einzig wahre Herr Belieben.
Wie es eben passt – politisch korrekt, aufgeschlossen, spießig, je nach belieben. Der anderen.
Ein Prost nach BELIEBEN…!

Und die Jungs:

“Beißen die?”
“Ne, das sind ja Nager, die nagen!”
“Hör auf, Witze zu machen!”
“Und was für Schwänze die haben!”

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Entsetzt starrte Hand in die Besenkammer. ER war weg! Also nahm er sich irgendjemand anderen und flog in die Nacht… Freitag Abend! Hexen-Disko!! Im Kessel!

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2012 startet mit euren Klo-Geschichten vom 6. Januar zum Thema “Wo liegt eigentlich Alaska?”

MÄDELS:
“Fass, Alaska!” rief sie zu ihrem Husky. Der war nicht so begeistert, da er ein treudoofer Straßenköter war, der höchstens in einen Luftballon biss, was ihn allerdings so verängstigte, dass ihm selbst die ganze Puste ausging, während der Luftballon prall gefüllt sein lustiges Leben genoss. Es traf sich nun, dass er eines Tages luft-prustend, Luftballon-hustend eine ganz annehmbare Hundedame traf… der er zur Begrüßung ein Luftballon-Tier in Form einer Karotte schenkte. Die Hundedame indes jauchzte im Beisein des Luftballons laut auf. “Heirate mich, oh mysteriöse Möhre!” – “Nein, du bist ‘ne Göre!”

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JUNGS:
Minus 60 Grad, Schnee und Eis, so weit das Auge reicht, mich wegen der Kälte in meinen Fellkragen kuschelnd, nehme ich einen Schluck aus dem Flachmann. Langsam wandert mein Blick von dem hellblauen Himmel Richtung Boden, die unendliche schneebedeckte Weite breitet sich vor mir aus.
Und ich blicke auf den ungefroreneren See vor mir, mein Blick wandert wieder auf den Schlitten und die dampfenden Hunde. Ich greife wieder zur Peitsche.

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Zum letzten Mal im Jahr 2011 – eure Klo-Geschichten vom 4. November zum Thema “Keine Fotos, bitte!”

MÄDELS:
“Keine Fotos, bitte!” rief Clara, als ihr Max die Haare aus dem Gesicht strich, denn er legte den Blick auf etwas Ungeheuerliches frei. Clara erschrak – ein Ungeheuer! Groß und grün, ganz glibberig. Ihr könntet es googlen, wären Fotos gemacht worden. Das Ungeheuer nähert ihr sich und fängt an, Max anzuflirten, was er zunächst gar nicht schlecht findet, doch dann…

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“Es ist keine Geschichte”, sagte sie, “sondern eine Foto-Love-Story!” – “Dein pseudo-eloquentes Gehabe kannst du dir heute sparen!” konterte er. “Es ist alles so sinnlos” – sie schlug die Hände über dem Kopf zusammen, und freute sich wenigstens teite (= tighte? Anmerk. d. Tippers) Jeans zu tragen und nicht Lehramt zu studieren – sonst wäre das Klischee zu 100% bedient gewesen – wie peinlich. Sie rauchten den 2ten Joint. “Ob die Marmelade noch gut ist?” – “Ich will Musik hören. Jetzt! Ich will jetzt laut Musik hören!” sagte er.

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JUNGS:
“Mach doch mal ein Foto!” – sagte eine Stimme aus dem Automaten, dann können sie besser schlafen! “Hä?”, erwiderte er, “Was solln der Quatsch?” und zog den Vorhang auf, worauf er entsetzt zurückwich… Kein Wunder, denn er war von Natur aus ein schreckhafter Mensch. Vor dem Fotoautomaten saß ein kleiner Junge und grinste. Er zeigte auf den schwarzen Mann mit schwarzem Mantel, der… richtig gespenstisch aussah. Mit einer Maske versehen. Aber der Junge ließ sich nicht beirren, hatte er selbst doch eine Blutspur im Gesicht. “Gib mir das Ketchup zurück!”, befahl er.

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Obwohl er nur schlecht, eigentlich gar nicht, fotografieren konnte, fotografierte er einfach alles… klapprige Mofas, Gänseblümchen, ja, manchmal auch Menschen! Es war wirklich ein merkwürdiges Gefühl, als er diesmal auf den Auslöser drückte, denn so etwas hatte er noch nie geknipst. Vor ihm bahnte sich eine haushohe Puppe Figur zusammengesetzt aus allen möglichen Querverbindungen den Weg direkt zu ihm. Mit glotzenden Augen und geiferndem Mund, obwohl man wohl eher “Münder” sagen müßte!

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Eure Klo-Geschichten vom 2. September 2011 zum Thema “Was lebt da unter meinem Bett” – viel Spaß!

Mädchenklogeschichten:

WER lebt da unter deinem Bett? Da lebte der Vergess’n König, Kaiser und Shah von allem was weggeworfen wurde.

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Unter meinem Bett, da lebt etwas… man nennt das “Subdormashabitophobie.” Aber was, wenn das rosa Kätzchen… wieder mal beschließt, seine Farbe zu ändern…! Aber für diesen Fall hat Frau Lamperdump zum Glück… bereits alle Segel gesetzt um in See zu stechen. Sie wollte nämlich schon immer einmal… Amerika entdecken. Nun ist aber nicht alles wie man es sich wünscht… Genau genommen, hat sie nichts erwartet: und genau das hat sie auch bekommen. Ein Feuerzeug in Form der Freiheitsstatue! So wie die Schlüsselanhänger in Form des Eiffelturms – 10 St. für nur 5 € – die Jahre später unterm Bett hervorkriechen. Und Katzen sind ja sowieso bloß haarige Hunde. Und Hunde sind wie wir wissen die besten Freunde des Menschen, mit Hund an einer grünen Ampel versunken in den Anblick eines jung verliebten Paares. Ne grüne Ampel – ja das war es.

Jungsklogeschichten:

Heute Morgen kippte meine Milch um und floss unter das Bett… Na und, das passiert bei mir jeden Tag. Musst ja nicht gleich so patzig werden… Große Männer der Geschichte wären damit einfach klar gekommen, mit der verdammten Milch unter dem Bett. Zum Beispiel Alex der Große, mit dem Kurzen. Oder Gadaffi, mit Hut.

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Sie blinzelte ins Neonlicht, hatte das Gefühl, auf wiedergekäuter Pizza geschlafen zu haben, rollte von der Pritsche und dachte, oh nein, schon wieder Ausnüchterungszelle… aber von den drei Bieren war sie doch schon vor den Tequilarunden wieder ausgenüchtert. Und wo eigentlich waren die Anderen? (Anmerkung: auch schön – Alex las hier beim Vortragen ANCHOVIES) Sie schaute sich verwirrt um, überall nur Nackte und Matrazen! Was war das für eine Ausnüchterungszelle?! Es kommt ihr vor wie ein Kamasutra-Seminar!

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Wir haben am 6. Mai neben den schönen Geschichten von Christiane Reichert und den humorvollen Ausflügen von Festung Europa auch eure Klogeschichten wie immer sehr genossen. Damit auch ihr noch einmal die Möglichkeit habt, diese nachlesen zu können, haben wir sie hier veröffentlicht. Viel Spaß dabei

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Auf der Mädchentoilette:

Als die Prinzessin den Prinzen auf seinem Ross sah, dachte sie: “Was hat denn der für eine beschissene Sonnenbrille auf! Da sieht er ja gar nicht mein wallendes Haupthaar. Und überhaupt! Wie soll denn das mit dem Regieren werden? So halb blind? Und mit dem Angeln und dem Kämpfen und dem

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Er öffnete seinen Hosenstall und dann pinkelte er in den Mülleimer, weil er wie immer nicht wusste, was er sonst machen sollte, denn das Klo war kaputt und der Balkon keine gute Alternative. Dan schüttete er den Eimerinhalt aus dem Fenster und sang dabei “Mein kleiner grüner Kaktus”. Er intonierte es dabei vierstimmig und bald stimmte der Chor von Nachbarn ein, die auf ihrem Balkon gesessen hatten, als Herbert den Eimerinhalt ausgegossen hatte.

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Auf der Jungentoilette:

Als die Prinzessin den Prinzen auf seinem Ross sah, dachte sie: “Oh nein, nicht der schon wieder. Aber ein schönes Pferd hat er.” Als das edle Ross die Prinzessin sah, dachte es seinerseits: “Diese holde Maid soll mich heute noch kennen lernen!” “Mich, 3 A, und meine unglaublich krakelige Handschrift!” “HAR! HAR!”

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Er öffnete seinen Hosenstall und dann hörte auf einmal die Musik auf zu spielen, das Licht ging an, ein Kreis bildete sich um ihn und alle sahen ihn an.

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Am 25. Februar 2011 wurden wir von Alexander Gumz, Holger Haak und Jennifer Schnarr unterstützt bei der Frage, was alles passiert, wenn der Rückspiegel beschlägt. Natürlich durften sich auch unsere Zuhörer dazu etwas einfallen lassen und hier findet ihr die Ergebnisse

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Auf der Mädchentoilette:

Wenn der Rückspiegel beschlägt, liegt das in der Regel nicht am Wetter, sondern am sexy Atem des Autofahrers. So etwas kennt man entweder durchs Ausprobierenoder durch Titanic, wo Kate und Leo es ganz eindrücklich demonstriert haben. . Ich teste so immer, ob er sexy ist oder nicht, spätestens beim dritten Date muss ich mit ihm im Auto sitzen und ihn irgendwie dazu bringen, die Spiegel anzuatmen, sonst geht da nix. Das brachte mich schon in dämlichste Situationen. Mein Fehler, wenn ich noch sage:” Und noch zu mir?”, aber im Auto bemerkte, dass ich da weg muss. Einmal kinoreif aus demWagen gefallen. Um später vom sexy Notarztwagenfahrer vernascht zu werden, das hatte sich gelohnt. “Was bin ich doch für eine emanzipierte, moderne Frau Ich kann frei über mich und meine Sexualität berichten und über alles, was ich und meine Vagina so erleben!” Dieses Gefühl von Freiheit ist unbeschreiblich…

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Drei Murmeltiere mit Migrationshintergrund stellten sich Anfang Oktober den Wecker und setzten ein appointment in Outlook. Allerdings gab’s zwischenzeitlich ein Update vom Provider. Oktober ist out. Nur merkten es die Tierchen erst im Oktober, da sie dann erst erwachten aus dem ein wenig überzogenem Winterschlaf. Naja, früher konnte man sich noch darauf verlassen, rechtzeitig wach zu werden, doch die Technik ist Fluch und Segen zugleich. Oh, moderne Welt! Wie du uns verwirrst und überforderst! Daraufhin kauften die Murmeltiere mit Migrationshintergrund Milch mit Marmelade.

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Und auf der Jungentoilette:

Wenn der Rückspiegel beschlägt, tut das die Klobrille noch lange nicht.

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Er sah in den Spiegel, doch das, was er dort sah, kam ihm unbekannt vor. Bevor er es realisierte, war schon alles zu spät. Er hatte seinen Penis stolze zwölf Jahre nicht mehr gesehen. So sah der aus? So fett war er geworden? Also er, nicht sein bestes Stück.

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1 Kommentar »

  1. [...] zum lesen – Klo-Geschichten II [...]

    Pingback von Diesen Donnerstag im Radio… « Lauschgift – Die Lesebühne im Kurt-Lade-Klub — 17. November 2011 @ 6:03 nachmittags | Antwort


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